• Sehnsucht

    Der schönste Moment ist, wenn ein Mensch vergisst, beobachtet zu werden. Und einfach ist. Über die Anziehungskraft der Vertiefung und die Einsamkeit derer, die tief sind in einer Welt, die flach genug findet.

  • Sehnsucht

    Gewollt werden ist ein Echo. Gewählt werden ist eine Entscheidung. Jeden Tag. Für alles, was du bist. Über den Unterschied, den die meisten Menschen nie erleben.

  • Sehnsucht

    Es gibt etwas in dir, das du noch nie ausgesprochen hast. Nicht weil du die Worte nicht findest. Sondern weil du glaubst, dass der Moment, in dem du es sagst, der Moment ist, in dem alles zerbricht.

  • Sehnsucht

    Es gibt einen Unterschied zwischen angeschaut werden und gesehen werden, der so groß ist wie der zwischen berührt werden und gefühlt werden. Angeschaut wirst du jeden Tag. Gesehen wirst du fast nie.

  • Sehnsucht

    Du bist stark. Das wissen alle. Du hältst zusammen, was andere längst hätten fallen lassen. Und wenn dich jemand fragt, wie es dir geht, sagst du: Gut. Weil alles andere zu lang wäre.

  • Sehnsucht

    Du hast dich nicht leiser gemacht, weil etwas an dir falsch war. Sondern weil jemand anderes es nicht ausgehalten hat. Über den längsten Selbstverrat, den es gibt.

  • Sehnsucht

    Du hast Fantasien, über die du nicht sprichst. Bilder, die du niemandem zeigst. Und irgendwann hast du angefangen, dich dafür zu schämen. Nicht weil jemand es dir verboten hat – sondern weil du in den Augen der anderen gesehen hast, dass es zu viel ist.

  • Sehnsucht

    Viele Menschen tragen eine Sehnsucht in sich, die sie niemandem erzählen. Den Wunsch, sich vollständig zu unterwerfen. Und fast alle schämen sich dafür. Aber Scham ist nicht die Antwort. Die Antwort ist eine Frage: Kommt dein Wunsch aus der Wunde oder aus der Wahrheit?

  • Sehnsucht

    Ich habe mich nie geschämt für das, was mich erregt. Aber ich habe tief gespürt, dass ich oft zu viel bin. Zu intensiv. Zu klar. Zu tief. Und dass andere sich abwenden, wenn ich mich öffne.

  • Sehnsucht

    Es gibt einen Hunger, der tiefer liegt als jeder andere. Nicht nach Erfolg. Nicht nach Sicherheit. Sondern danach, vollständig angenommen zu werden. Mit allem. Ohne Filter. Ohne die saubere Version.